Um die Kupplung einzustellen gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist das Verdrehen der Stellschraube an der linken Lenkerseite. Damit wird das Spiel am Handhebel auf die empfohlenen 3-4 mm Spiel eingestellt. Das Herausdrehen der Schraube verkleinert das Spiel, das Hineindrehen vergrößert es. Sollte diese Einstellmöglichkeit nicht mehr ausreichen, dann ist die zweite Möglichkeit das Einstellen der Kupplung am Motor (siehe Bild). Dazu wird beim Motor M501 die schwarze Verschlußschraube im Kupplungsdeckel herausgedreht und nach Lösen der Kontermutter mit dem Schraubenzieher die Druckschraube so weit nach rechts gedreht bis am Handhebel bzw. am Seilzugeinhängehebel am Motor kein Spiel mehr vorhanden ist. Danach die Druckschraube wieder 1/2 bis 3/4 Umdrehung zurückdrehen und gut kontern. Nun nur noch am Handhebel das Spiel nachregulieren. Beim Motor M53 ist zur Kupplungseinstellung der kleine Deckel am Kupplungsdeckel zu demontieren. Der Rest ist gleich.
Zur Schaltungseinstellung am Motor M53 geht man wie folgt vor: Kontermuttern der an der Oberseite der linke Motorhälfte befindlichen Schaltanschlagschrauben lösen und die Schrauben 2-3 Umdrehungen zurückdrehen. Jetzt den ersten Gang einlegen und den Fußschalthebel in der untersten Stellung festhalten. Nun die hintere Anschlagschraube vorsichtig bis zum fühlbaren Aufsetzen einschrauben und kontern. Dann den dritten Gang einlegen und den Schalthebel in der oberen Stellung festhalten. Die vordere Anschlagschraube in der gleichen Weise einschrauben und kontern. Sollte es nun noch zu Überschaltungen kommen, wird die entsprechende Anschlagschraube noch 1/2 bis 3/4 Umdrehung hineingeschraubt. Beim Überschalten in Richtung des nächsthöheren Ganges muß die vordere sonst die hintere Schraube nachjustiert werden.
Um bei den Motoren dieser Baureihe die Schaltung einzustellen geht man so vor: Lichtmaschinendeckel und den Tachoantrieb demontieren. Nun den ersten Gang einlegen und die Mutter M8 einschließlich der Unterlegscheibe an der linken Gehäuseseite hinter dem Vergaser abnehmen. Jetzt einen passenden Gegenstand als Einstellbolzen in die Bohrung der Antriebswelle einschieben und am Wellenende anschlagen lassen. Mit einem Steckschlüssel oder einem anderen geeignetem Werkzeug die auf der M8-Schraube sitzende Schlitzmutter etwa zwei Umdehungen nach rechts und anschließend wieder so weit nach links drehen, bis der Ziehkeil fühlbar an den mit Fingerdruck auf Anschlag eingeschobenen Einstellbolzen anstößt (den Bolzen dabei nicht verschieben). Als letztes nun noch die Schlitzmutter zum mitteln des Spiels im Schaltsystem eine Umdrehung nach rechts drehen. Treten trotzdem beim Schalten noch Fehler auf, so wird die Schlitzmutter bei Fehlern in Richtung des nächstkleineren Ganges um 1/2 bis eine Drehung nach links verdreht. Beim Gangspringen in Richtung des größeren Ganges entsprechend nach rechts.
Ein Ölwechsel sollte nach 10.000 km Laufleistung oder nach spätestens drei Jahren gemacht werden. Am besten verwendest Du ein Getriebeöl der Spezifikation SAE 80 W API GL-3. Die Ausnahme bildet der Halbautomatik-Motor des KR 51/1 S und des Duo 4/1. In diesen Motor gehört ein anderes Öl, nämlich ein Hydrauliköl der Spezifikation HLP 46, z.B. Shell Tellus C 46. Die Füllmenge beträgt bei den alten Motoren (M53/M54) 500 ml; bei den neuen (M 531/M 541) 400ml. Auf keinen Fall darf das Öl reibungsmindernde Zusätze enthalten, da sonst die Kupplung rutscht. Nähere Informationen zum Öl findest Du hier: SAE-Klassen
Die Arbeitsfolge zum Ölwechsel:
1.Motor warm fahren.
2. Nach fünf bis höchstens zehn Minuten Standzeit (das Öl muß erst wieder von den Gehäusewänden und den Getriebeteilen ablaufen) das Öl durch öffnen der Ölablaßschraube (unten am Motor) ablassen. Dabei ist es von Vorteil die Einfüllöffnung schon jetzt zu öffnen, da dadurch das Öl schneller abläuft und Verunreinigungen besser herausgespült werden.
3.Die Ablaßschraube säubern (Metallsplitter am Magneten sind normal) und wieder einsetzen.
4. Vorgeschriebene Ölmenge durch die Einfüllöffnung einfüllen.
Wenn das abgelassene Altöl nach Benzin riecht, dann ist wahrscheinlich der Wellendichtring (Simmerring) auf der Kupplungseite defekt und sollte getauscht werden.
Simmerring (Wellendichtring) wechseln beim Motor M531 / M541 / M741
Beim Wechseln der Simmerringe an der Kurbelwelle sollte man unbedingt darauf achten nur solche aus Viton (braun) mit Doppellippe zu benutzen. Nur bei diesen ist eine lange Haltbarkeit gewährleistet, da sie im Gegensatz zu den blauen Wellendichtringen benzinfest sind.
Zum Wechseln der Simmerringe wird folgendes Werkzeug und Material benötigt:
- Abzieher für das Polrad - Kolbenstopper oder anderes Hilfsmittel um die Kurbelwelle zu blockieren (wenn vorhanden das Simson Spezialwekzeug verwenden) - verschiedene Schraubenzieher - evtl. kleiner Hammer und ein Stück Holz oder ähnliches - Wellendichtring 20 x 47 x 7 (Kurbelwelle rechts) - Wellendichtring 20 x 35 x 7 (Kurbelwelle links)
1. Rechter Simmerring (Zündungsseite)
Der Simmerring befindet sich unter der Zündergrundplatte. Also müssen zuerst Seitendeckel, Schwungscheibe und Grundplatte demontiert werden. Ist bereits Öl im Seitendeckel bzw. im Motorgehäuse zu sehen, dann wird es höchste Zeit den Simmerring zu wechseln. Hierfür benötigt man einen spitzen Schraubenzieher und evtl. einen kleinen Hammer. Den Schraubenzieher zwischen Simmerring und Kurbelwelle einführen und den Simmerring so heraushebeln (siehe dazu auch das Lehrvideo). Bei der Montage des neuen Simmerringes ist es besonders wichtig diesen nicht zu beschädigen. Dazu die Kurbelwelle und die Dichtlippen des Simmerringes mit etwas Motor- oder Getriebeöl einölen. Nun wird der Simmering vorsichtig auf die Kurbelwelle geschoben und soweit wie möglich in die Öffnung gedrückt. Geht dies zu schwer, kann man ein Stück Holz und den Hammer zur Hilfe nehmen. Idealerweise macht man das z.B. mit einer passenden Nuß. Auf jeden Fall nicht mit Gewalt oder scharfkantigen Hilsmitteln und immer schön vorsichtig! Nun noch alles wieder anbauen und fertig.
2. Linker Simmering (Kupplungsseite)
Zuerst den Motor warm fahren und das Getriebeöl ablassen. Nun den Seitendeckel demontieren und das Primärritzel entfernen (Achtung - nicht den Halbmond beschädigen). Den auf der Kurbelwelle befindlichen Simmerring entfernt man indem man direkt an der Welle mit einem spitzen Schraubenzieher in den Simmerring eindringt und ihn durch Hebeln an die Seite drückt. In die dadurch auf der anderen Seite entstehende Lücke zwischen Simmerring und Motorgehäuse steckt man einen zweiten Schraubenzieher und hebelt den Simmerring vorsichtig heraus. Beim Einsetzen des neuen Simmerringes die Kurbelwelle sowie die Dichtlippen gut einölen und den Ring vorsichtig auf die Welle schieben. Evtl. wieder mit Holz und Hammer nachhelfen. Dann alles wieder ordentlich zusammenbauen und nicht vergessen Öl aufzufüllen.
Hinweise und Tips:
Es empfiehlt sich immer beide Simmerringe gleichzeitig zu wechseln, da sie im Verschleiß relativ gleich sind.
Zur Demontage des Simmerringes kann man auch zwei Spax Schrauben vorsichtig mit einem langsam laufendem Akkuschrauber in den Simmerring drehen und diesen dann mit einer Zange rausziehen. (Danke Froggy)